Schimmel in Wohnräumen ist ein weit verbreitetes Problem, das nicht nur die Bausubstanz, sondern auch die Gesundheit der Bewohner*innen beeinträchtigen kann. Trotz seiner Bedeutung gibt es keine offiziellen, flächendeckenden Statistiken vom Statistischen Bundesamt oder Umweltbundesamt, aber aus Studien, Marktanalysen und Gesundheitsforschungen lassen sich verlässliche Tendenzen ableiten.
1. Wie häufig tritt Schimmel in deutschen Wohnungen auf?
- Es gibt keine amtlichen offiziellen Zahlen, die bundesweit den Schimmelbefall in allen Wohnungen erfassen. Viele oft zitierte Werte (z. B. „jede 5. Wohnung weist Schimmel auf“) stehen ohne belegte Quellen. (openPR.de)
- Laut einer repräsentativen Marktstudie sind etwa 10 % aller Wohnungen in Deutschland von Schimmelpilzbefall betroffen – das wären rund 4,3 Millionen Wohnungen pro Jahr. (Gebäude Energieberater)
- Schätzungen aus verschiedenen Erhebungen und Expert*innen gehen davon aus, dass der Anteil der Wohnungen mit sichtbarem Schimmel in einer Spanne von etwa 5 % bis 15 % liegt. (schimmelnetz.nrw)
- In einigen Umfragen geben rund 14 % der Deutschen an, in ihrer Wohnung häufiger Schimmelprobleme zu bemerken als in früheren Jahren. (HNA)
Fazit: Auch wenn die genauen Zahlen variieren, zeigen Studien, dass mehrere Millionen Wohnungen in Deutschland regelmäßig oder wiederholt von Schimmel betroffen sind.
2. Wer ist stärker betroffen?
Untersuchungen zeigen, dass bestimmte Faktoren mit häufigerem Schimmelbefall verbunden sind:
- Wohnungstyp: In Hochhäusern und Mehrfamilienhäusern tritt Schimmel häufiger auf als in Einfamilienhäusern. (Umweltbundesamt)
- Wohnlage & Raumgröße: Wohnungen in dichter besiedelten städtischen Bereichen weisen tendenziell höhere Befallsraten auf. (Umweltbundesamt)
- Baujahr: Ältere Gebäude (z. B. vor 1980) haben höhere Schimmelraten, während neuere Bauten oft besser gedämmt sind – aber auch hier kann Schimmel auftreten, wenn nicht richtig gelüftet wird. (Umweltbundesamt)
- Sozial- und Lebensbedingungen: Schimmel tritt statistisch häufiger in Haushalten mit niedrigerem Sozialstatus oder bei Zugewanderten auf. (schimmelnetz.nrw)
3. Ursachen von Schimmel in Wohnungen
Schimmel wächst nicht von allein – er braucht Feuchtigkeit. Die wichtigsten Gründe für den Schimmelbefall sind:
- Hohe Luftfeuchtigkeit, z. B. durch unzureichendes Lüften oder Wasserdampf beim Kochen und Duschen. (Umweltbundesamt)
- Bauschäden wie Wärmebrücken, undichte Dächer, feuchte Außenwände oder mangelnde Wärmedämmung. (Schimmelpilzportal)
- Kondensation an kalten Oberflächen, wenn warme, feuchte Luft auf kühle Wände trifft. (Umweltbundesamt)
Wasserschäden durch Rohrbrüche oder Überschwemmungen. (Umweltbundesamt)
Wichtig: Studien zeigen, dass nur ein kleiner Teil der Fälle tatsächlich durch falsches Lüften verursacht wird – viele Schimmelprobleme liegen in der Bausubstanz und der Gebäudetechnik begründet. (schimmelnetz.nrw)
4. Gesundheitliche Aspekte
Schimmel kann gesundheitliche Beschwerden auslösen oder verstärken, z. B.:
- Atemwegsbeschwerden
- Allergische Reaktionen
- Reizungen der Augen oder Schleimhäute
Für bestimmte Risikogruppen, etwa Allergiker*innen, Kinder oder Personen mit geschwächtem Immunsystem, kann der Kontakt mit Schimmel besonders belastend sein. (Ärzteblatt Digital)
5. Trends & Wahrnehmung
• Immer mehr Menschen berichten von Schimmelproblemen, teils im Zusammenhang mit Wetterereignissen (z. B. starke Regenfälle) oder erhöhter Feuchtigkeit in Gebäuden. (Wochenblatt Reporter)
• Jüngere Wohnungsnutzer*innen geben häufiger an, Schimmel in ihrer Wohnung wahrzunehmen als ältere Altersgruppen. (HNA)
Fazit
Schimmel in Wohnungen ist in Deutschland ein weit verbreitetes Wohnungsproblem – mit:
- geschätzten 5 % bis 15 % der Wohnungen mit sichtbarem Schimmelbefall, je nach Studie. (schimmelnetz.nrw)
- rund 10 % aller Wohnungen laut bestimmter Marktstudien, die repräsentativ erhoben wurden. (Gebäude Energieberater)
- Millionen Betroffenen, die teils Gesundheits‑ und Wohnqualitätseinbußen erleben.
Da es keine offiziellen staatlichen Gesamtzahlen gibt, beruhen diese Werte auf Studien und Umfragen – sie geben jedoch einen klaren Eindruck, dass Schimmel ein relevantes Wohnungsproblem bleibt. (openPR.de)
Wenn du möchtest, kann ich den Beitrag mit Infografiken, Tipps zur Vorbeugung und Sanierung oder für Social Media aufbereiten!