Sternzeichen‑Statistik in Deutschland: Zahlen, Trends & Wahrnehmung

Sternzeichen – die zwölf Tierkreiszeichen basierend auf dem Geburtsdatum – begleiten viele Menschen im Alltag. Während wissenschaftlich kein Zusammenhang zwischen astrologischen Zeichen und Persönlichkeit oder Lebensereignissen belegt ist, lassen sich statistische Muster zu Sternzeichen indirekt über Geburtszahlen und Umfragen darstellen.


1. Häufigkeit der Sternzeichen – Geburten als Grundlage

Astrologisch steht jedem Menschen ein Sternzeichen zu, abhängig vom Geburtsmonat und -tag. Eine direkte amtliche Statistik über die Verteilung der Sternzeichen in Deutschland existiert nicht — solche Daten müssten aus den Geburtenzahlen berechnet werden.

Allerdings zeigen Geburtenstatistiken, dass die sommerlichen Monate Juli, August und September besonders häufige Geburtszeiten sind. Da die Sternzeichen im Tierkreis nach festen Zeiträumen verteilt sind, bedeutet das:

  • Viele Menschen gehören zu Sternzeichen wie Löwe (Juli–August), Jungfrau (August–September) und Waage (September–Oktober) – weil in den Sommer‑ und frühen Herbstmonaten die meisten Babys in Deutschland geboren werden. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
  • Die wenigsten Geburten gibt es traditionell im Winter, z. B. Dezember – entsprechend seltener sind dann Sternzeichen wie Steinbock oder Schütze im statistischen Geburtenverlauf. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Solche saisonalen Muster haben sich in Deutschland seit den 1980er‑Jahren etabliert und sind in den offiziellen Geburtenstatistiken nachvollziehbar. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Obwohl also keine offiziellen Sternzeichen‑Verteilungen existieren, lassen sich relative Häufigkeiten schätzen, indem man die Geburtenhäufigkeit nach Monaten betrachtet: Sternezeichen, die im Sommer liegen, dürften insgesamt zahlreicher sein als solche im Winter.


2. Glauben an Sternzeichen: Umfragewerte aus Deutschland

Astrologische Überzeugungen und Einstellungen lassen sich gut statistisch erfassen — dabei zeigen repräsentative Umfragen:

  • Mehr als die Hälfte der Deutschen (rund 53 %) glaubt daran, dass die Sternzeichen einen Zusammenhang mit Persönlichkeitsmerkmalen oder dem Charakter haben. (YouGov Deutschland)
  • Ein großer Anteil derjenigen, die regelmäßig Horoskope lesen, glaubt zumindest teilweise an deren Aussagekraft — bei jüngeren Altersgruppen besonders stark ausgeprägt. (YouGov Deutschland)
  • Frauen zeigen dabei deutlich häufiger Glauben an astrologische Einflüsse als Männer. (YouGov Deutschland)

Diese Einstellungen spiegeln nicht die tatsächliche meteorologische oder astronomische Relevanz von Sternzeichen wider, sondern den kulturellen und psychologischen Einfluss von Astrologie in der Bevölkerung.


3. Eigenartige statistische „Fakten“ – aber mit Vorsicht

In Medien und auf Social‑Media‑Kanälen tauchen oft unterhaltsame oder augenzwinkernde Statistiken auf, wie z. B.:

  • Eine Auswertung von Versicherungsdaten deutete darauf hin, dass bestimmte Sternzeichen (z. B. Zwillinge) häufiger in Autounfälle verwickelt wurden – solche Resultate sind aber nicht wissenschaftlich belegt und oft rein explorativ. (IWW Institut |)
  • Online‑Analysen versuchen, Lottogewinnern Sternzeichen zuzuordnen – solche Vergleiche zeigen nicht echte Unterschiede in Gewinnchancen, sondern spiegeln nur beobachtete Zufallsverteilungen. (Freundin)

Solche Auswertungen können zwar unterhaltsam sein, sollten aber nicht als belastbare Statistik verstanden werden.


4. Fazit

Sternzeichen sind allgegenwärtig in Medien, Horoskopen und Alltagssprache in Deutschland. Eine amtliche Verteilung der Sternzeichen nach Häufigkeit gibt es nicht, doch:

  • Aus den saisonalen Geburtenzahlen lässt sich ableiten, dass Sommer‑Sternzeichen wie Löwe, Jungfrau oder Waage statistisch häufiger auftreten als Winter‑Sternzeichen. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
  • Viele Deutsche glauben an einen Einfluss der Sternzeichen auf Persönlichkeit oder Leben – besonders jüngere Menschen und Frauen. (YouGov Deutschland)
  • Populäre „Sternzeichen‑Statistiken“ (z. B. zu Unfällen oder Glück) sind meist eigenartig, nicht wissenschaftlich fundiert.

Tipp zur eigenen Statistik

Wenn du eine wirklich genaue Verteilung der Sternzeichen in Deutschland möchtest, kann man sie selbst aus den amtlichen Geburtenzahlen nach Monaten berechnen (z. B. Juli = Löwe/Teil Jungfrau, etc.) — auf Wunsch kann ich dir erklären, wie du so eine Berechnung machst!